St. Marienkirche Bernau, Foto: S. Steinheisser
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Suche Frieden und jage ihm nach!   
               Ps. 34,15

Es war ein Zufall. Absichtslos glitt der Blick über den übervollen Tisch auf einem Flohmarkt. Er war beladen mit vielen gleich-gültigen Dingen, für die sich eines Menschen Herz erwärmen soll und die es doch kalt lassen. Auch dieses hölzerne Weihnachtsrelief war darunter, dessen Bild auf der Umschlagseite zu sehen ist. Mit ihm ist es anders.

Je länger man es ansieht, desto schöner wird es: Maria und Josef kniend in der Mitte. Maria hält das neugeborene Kind. Die Gewänder der beiden deuten einen Schutzraum an, an dem auch der Betrachter Anteil hat. Wer nur auf sie sieht, beschützt vom mächtigen Dach der Hütte, kann ganz still werden.

Daneben und darüber Engel. Acht an der Zahl und der Stern von Bethlehem. Es ist drangvoll eng vor Glück und Freude und Jubel. Posaune, Flöte und Klarinette, Tambourin, Geige und Harfen und zwei dunkel tönende Schofarhörner konzertieren wie im Weihnachtsoratorium. Sie machen vor, was auch wir tun sollen, immer wieder im Aufschauen zu Gott:

„Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage, rühmet, was heute der Höchste getan! Lasset das Zagen, verbannet die Klage, stimmet voll Jauchzen mit Fröhlichkeit an.“

Die Achtzahl der Engel mag für ausgleichende Gerechtigkeit, Harmonie und weises Handeln Gottes stehen, so wie die Schofarhörner auf das die Welt und die Menschen mit Gott versöhnende Leiden Jesu deuten.

Das Weihnachtsrelief ist deshalb nicht einfach nur ein Sehnsuchtsbild. Es weist darauf hin, dass etwas geschehen ist, was eines Menschen Herz bewegen und erwärmen kann und soll. Wer sich in den weihnachtlichen Jubel hineinziehen lässt und Zagen und Klage verbannt, beginnt zu spüren, wie nahe Gott ist. „Wir werden erst, als was wir gedacht sind, wenn wir uns ergreifen lassen von Ihm und zu Ihm in Beziehung treten“ (Robert Spähmann). Nie wohl im Leben werden wir damit fertig werden und an einen Endpunkt gelangen. Aber indem wir immer mehr zu dem finden, als was wir gedacht und zu dem wir bestimmt sind, ist uns die Bereitschaft zum Frieden möglich.

Es grüßt sie ganz herzlich Th. Gericke


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