St. Marienkirche Bernau, Foto: S. Steinheisser
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Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt
in Gott und Gott in ihm. 
1. Johannes 4,16b

Das ist ein schöner Satz, dem man gleich zustimmen möchte – und auch zustimmen kann. Ja, so ist es und so soll es sein. Er spricht von Geborgenheit und Versöhnt-Sein, von Zuversicht und Schutz, von Trost für die Erschöpften, von Wohltun und von einer tragenden Ordnung über alle menschliche Vorstellung und Kraft hinaus; er spricht von der Macht der Liebe Gottes, von der wir uns anstecken, inspirieren und führen lassen sollen.

Von der Macht der Liebe sich anstecken und führen lassen beeinflusst die Sichtweise auf unsere Welt und unser Dasein in ihr.
Paul Gerhard hat das unvergesslich beschrieben in seinem großen Sommerlied „Geh aus mein Herz und suche Freud.″ Er kann gar nicht genug sagen und singen von allem: Von den Bäumen voller Laub, den Tulpen und Narzissen, der sich in die Luft schwingenden Lerchen und der Nachtigall, von Berg, Hügel Tal und Felder, der Glucke mit ihrem Völklein, dem Storch, der Schwalbe mit ihren Jungen, der Bienenschar, den Weinstöcken mit den reifenden Trauben. „Ach, denk ich, bist du hier so schön und lässt du’s uns so lieblich gehen auf dieser armen Erden…″: so ist für ihn die Liebe Gottes – er kann es sehen, fühlen riechen, schmecken und ist getröstet, geborgen, versöhnt und voller Zuversicht. Wie sollte ein solcher Mensch da nicht auch anderen Menschen gegenüber offen, freundlich, achtsam und verständnisvoll sein; bereit, Schweres mitzutragen und gemeinsam Durststrecken durchzustehen? Wer die Macht der Liebe spürt kann das auch.

Eine ganze andere Wirklichkeit beschreibt Reiner Kunze (*1933). Sie umfasst nicht nur für den Umgang mit der Natur. Sie meint noch allgemeiner ein Leben ohne Rücksichten, eines, das nur den Vorteil kennt, die kalte skrupellose Berechnung, und das ohne Liebe ist:

Unter sterbenden Bäumen

Wir haben die erde gekränkt, sie nimmt
Ihre wunder zurück

Wir, der wunder eines.

Der Dichter Franz Werfel (1890-1945) sagt:
„Gott bittet uns, ihn zu lieben; nicht, weil er unsere Liebe braucht, sondern weil wir unsere Liebe zu ihm brauchen.″

Es grüßt Sie herzlich Thomas Gericke


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