St. Marienkirche Bernau, Foto: S. Steinheisser
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Ich stehe unter Gottes Schutz

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.

So beginnt der 91. Psalm, der im vergangenen Monat Thema unserer Online-Christenlehre war. Ja, Christenlehre-Online - Sie und Ihr habt richtig gelesen. Wie es dazu kam? Viel zu lange hatte ich die Kinder der Christenlehregruppen nun schon nicht mehr gesehen. Da muss doch etwas zu machen sein, so meine Gedanken in dieser völlig ver-rückten Zeit des völligen „Lockdowns“. Mittlerweile schon einigermaßen erfahren mit Videokonferenzen als Dienstberatung, Gemeindepägagog*innenkonvent und sogar schon als ElternKindTreff mit MiniSpatzenchor, sollte nun die Online-Christenlehre folgen.

Gedacht, getan, den gesicherten Zugang zum Online-Meeting beim Kirchenkreis reserviert, die Stunde vorbereitet und die Einladung per Mail verschickt, zuerst mal nur an die „Großen“, dann aber nach und nach auch an die Jüngeren, bis schließlich alle Gruppen ihre Onlinetreffen hatten und das nicht nur einmal.

Und es kamen einige und waren mit großem Spaß, aber auch mit intensivem Nachdenken und Mitreden dabei. Zu Beginn einmal zu erzählen, wie es ihnen in den vergangenen Wochen ergangen war, tut gut: zu reflektieren, was ist mir eigentlich wichtig?, (dass meine Familie und ich gesund sind), was ist mega-doof? (dass ich meine Freunde und Freundinnen nicht treffen kann) und was ist trotzdem auch schön? (dass wir als Familie viel enger zusammengewachsen sind). Für mich war es echt bewegend die Kinder wiederzusehen. Mit großer Offenheit wurde erzählt und wir waren uns trotz Bildschirm spürbar nah. Diese Offenheit war auch spürbar bei den Themen, die sich dann aus den Gesprächen entwickelten. Da stand am Anfang z. B. die Frage nach dem Beten: wie geht das richtig?, wie mache ich das?, was kann ich beten?, was brauche ich dafür?

So schauten wir u.a. auf alte Gebetstraditionen und gemeinsame Gebete, beschäftigten uns mit den „Perlen des Glaubens“, und besprachen den Text des 91. Psalms. Hier galt es den Text zu hören und erst einmal auf sich wirken zu lassen, und dann die vielen wunderschönen und mutmachenden Bilder dieses Psalms zu entdecken, aufzuschreiben und zu malen. Bilder, die mir erklären können, wie es sich anfühlt unter Gottes Schutz zu sein, auch heute und besonders in dieser unwirklichen und für viele beängstigenden Zeit. Und es wurden eine Menge Bilder in diesem uralten Lied aus der Bibel entdeckt: der Schirm, der Schatten, die Burg, die Henne, die ihre Küken unter ihre Flügel nimmt, der Schild, die Heimat, das Haus und die Engel. Auch das Spielen am Bildschirm durfte bei der Online-Christenlehre nicht zu kurz kommen, wie Sie /Ihr auf der Titelseite unseres Gemeindebriefes erkennen könnt. Bekannte Spiele wurden auf ihre Bildschirmtauglichkeit getestet (Stadt-Land-Fluss) und neue Spiele galt es zu erfinden, wie z.B. das Sachenholspiel, bei dem sich die Eltern wunderten, wieso ihre Kinder plötzlich durch die Wohnung liefen und Toilettenpapier, Salzstreuer oder Mütze und Sonnenbrille suchten. Wir haben jedenfalls viel Spaß gehabt.

Bleibt behütet auch in den nun vor uns liegenden Sommermonaten mit der Gewissheit des Beters des 91. Psalms: „denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest“.

Mit herzlichen Grüßen Ihre Diakonin Claudia Stracke


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